Die Schweizer Grundversorgung steuert auf einen Kipppunkt zu. Wir kennen die Schlagzeilen: Der Hausärztemangel verschärft sich, Praxen finden keine Nachfolger, und junge Medizinerinnen und Mediziner scheuen zunehmend das unternehmerische Risiko einer eigenen Niederlassung. Doch wenn wir ehrlich sind, scheitert das System nicht an fehlenden Patienten und auch nicht an fehlender Leidenschaft der Ärzteschaft. Es scheitert an einer veralteten Struktur.
Wir verlangen von unseren Ärztinnen und Ärzten heute, dass sie gleichzeitig exzellente Diagnostiker, empathische Begleiter, HR-Manager, IT-Administratoren und Finanzcontroller sind. In einer Welt, in der die medizinische Komplexität steigt und der administrative Aufwand explodiert, ist das eine Gleichung, die nicht mehr aufgeht.
Bei cair.one haben wir uns gefragt: Was wäre, wenn wir die medizinische Leistung komplett von der operativen Last entkoppeln? Was, wenn der Arzt wieder zu 100 % Arzt sein dürfte?
Die Diagnose: Strukturelles Marktversagen
Das Problem liegt tief in der Architektur des heutigen Praxisalltags. Wer heute eine Praxis übernimmt, kauft sich oft in Legacy Systeme und Prozesse ein. Die gängige Praxissoftware ist häufig ein digitales Fossil: nicht tiefenintegrierbar, unflexibel und weit entfernt von modernen Standards. Innovationen wie KI werden, wenn überhaupt, nur „on top“ gesetzt, statt sie als Kern des Systems zu nutzen.
Diese technologische Rückständigkeit zementiert Prozesse, die fatal von manueller Arbeit abhängen. Der Betrieb steht und fällt mit dem Praxispersonal. Doch qualifizierte Fachkräfte sind chronisch überlastet und auf dem Arbeitsmarkt kaum noch zu finden.
Verschärft wird die Lage durch das Scheitern bisheriger Lösungsversuche: Auch stark institutionalisierte Ketten und Private-Equity-geführte Modelle erweisen sich als Sackgasse. Sie schaffen es kaum, junge Talente langfristig zu binden, und versagen zudem dabei, die Versorgungslücken in peripheren Gebieten zu schliessen.
Das Ergebnis dieser Gemengelage ist eine fragmentierte Patient Journey, frustrierte Fachkräfte und eine Ineffizienz, die echtes Wachstum verhindert.
Die Therapie: Grundversorgung als Plattform
Unsere Antwort darauf ist cair.one. Wir bauen keine weitere Praxis-Software. Wir bauen das Betriebssystem der ambulanten Medizin.
Unser Ansatz ist radikal anders: Wir stellen die komplette Infrastruktur – Technologie, Prozesse, Supply Chain, Finance und Compliance – als Service zur Verfügung. Man kann es sich vorstellen, wie im modernen Private Banking: Der Arzt ist der vertraute „Relationship Manager“ für den Patienten. Er trifft die medizinischen Entscheidungen autonom. Doch das gesamte operative „Back-Office“ – von der Terminbuchung über die Dokumentation bis zur Daten-Aufbewahrungspflicht – wird von unserer Plattform zentral gemanagt.
Unsichtbare Technologie: Der Arzt im Fokus, das System im Hintergrund
Unser Ansatz folgt einer klaren Logik: Ärztinnen und Ärzte nutzen unsere Plattform „Out of the Box“. Sie bringen ihre medizinische Exzellenz, ihr Personal und ihre Räumlichkeiten ein – wir liefern das komplette Betriebssystem, die Daten und den Support. Herzstück und Gehirn ist dabei unser proprietäres Praxisinformationssystem (PIS), das wir selbst entwickelt haben, weil der Markt unseren Anspruch an Integration schlicht nicht erfüllt.
-
KI im Kern, nicht als Add-on: Unsere KI unterstützt bei Triage, Dokumentation, Kommunikation und Abrechnung in Echtzeit.
-
Standardisierung (SOPs): Medizinische Leitlinien sind tief in der Software verankert. Das sichert Qualität, unabhängig vom Standort.
-
Vernetzung: Labor, Supply Chain und Zuweiser sind nahtlos integriert. Der administrative Aufwand für das medizinische Personal sinkt drastisch.
-
Zentraler Datenpool: Berechtigte Ärzte haben netzwerkübergreifend direkten Einblick in die Patientenakte, wodurch das zeitfressende Berichtswesen entfällt und die Kommunikation radikal vereinfacht wird.
Entscheidend ist dabei die Rollenverteilung: Für die Patientinnen und Patienten steht die Ärztin / der Arzt als vertraute Bezugsperson uneingeschränkt im Vordergrund. cair.one agiert unsichtbar im Hintergrund und managt geräuschlos die gesamte „Patient Journey“ – von der ersten Terminbuchung bis zur gesetzlichen Daten-Aufbewahrungspflicht. Wir halten dem Arzt den Rücken frei, damit er sich wieder auf das konzentrieren kann, wofür er angetreten ist: den Menschen.
Der „Unfaire Vorteil“ für Ärztinnen und Ärzte
Wir glauben, dass die Grundversorgung nur gerettet werden kann, wenn der Beruf des Hausarztes wieder attraktiv wird – und zwar medizinisch und finanziell.
In klassischen Praxis- oder Anstellungsmodellen fliesst oft ein erheblicher Teil des Umsatzes in administrative und infrastrukturelle Kosten. Da wir durch unsere Technologie und die zentrale Abwicklung massive Effizienzgewinne erzielen, drehen wir dieses Modell um: Bei cair.one bleibt der absolute Grossteil der Wertschöpfung dort, wo er hingehört – bei der Ärzteschaft. Sie agieren als Unternehmer auf unserer Plattform und profitieren von maximaler finanzieller Attraktivität, ohne sich im Praxisalltag mit Lagermanagement, Buchhaltung oder Server-Wartung belasten zu müssen.
Von der Theorie in die Praxis: Wir sind live
Visionen sind gut, Traktion ist besser. Wir haben den „Proof of Concept“ bereits erbracht. Seit Oktober 2025 betreiben wir unsere erste Pilot-Praxis in Zürich unter der Brand medelio Arztpraxis erfolgreich operativ. Unser Team, eine Allianz aus Wirtschaft (Dominik Wyss, HSG), Tech (Tim Rohner, ETH) und renommierter Medizin (Prof. Dr. Lukas Flatz, Prof. Dr. Dr. Markus Jörger, Dr. Thomas Züllig) hat bewiesen, dass das Modell fliegt.
Der nächste Meilenstein steht fest: Im Juni 2026 eröffnen wir unseren zweiten Standort an der Zürcher Hardbrücke, um unser Plattform-Modell zur Marktreife zu entwickeln und ersten Ärztinnen und Ärzte den Einstieg zu ermöglichen.
Ein Aufruf an Pioniergeister
Wir stehen am Anfang einer Skalierungsphase, die die ambulante Versorgung in der Schweiz nachhaltig verändern wird. Unser Ziel ist es, einen schweizweit einzigartigen, strukturierten Datenpool für Kommunikation, Forschung und Prävention aufzubauen, der Medizinern erlaubt, effizienter, präziser und vernetzter denn je zu arbeiten.
Um diese Vision weiter voranzutreiben, suchen wir nicht nur Investoren für unsere nächste Finanzierungsrunde im Q3 2026, sondern vor allem Menschen!
Wir suchen Fachärztinnen und Fachärzte (Allgemeine Innere Medizin, Praktische Ärzte / Ärztinnen), die keine Lust mehr auf Verwaltung haben, aber grosse Lust auf Medizin und Gestaltung. Wir suchen Mediziner, die als erste externe Partner Teil unseres Pilot-Programms werden und die Vorteile unsere Plattform für sich und ihre Patienten nutzen wollen.
Die Grundversorgung braucht kein Pflaster. Sie braucht ein neues System. Wir haben es gebaut. Jetzt brauchen wir Sie, um es mit Leben zu füllen.
Interessiert an der Zukunft der Grundversorgung?
Kontaktiere uns für einen Austausch oder einen Besuch in unserer Pilot-Praxis in Zürich: www.cairone.ch oder contact@cairone.ch.
Wir haben aktuell folgende Stellen offen:
Ärztin / Arzt (AIM oder Prakt. Arzt) in Zürich mit überdurchschnittlicher Umsatzbeteiligung, 40-100%
